Das Broken-Heart-Syndrom, auch bekannt als Takotsubo-Syndrom oder Stress-Kardiomyopathie, ist eine seltene, stressbedingte Herzmuskelstörung, die Symptome wie einen Herzinfarkt hervorruft. Diese Erkrankung tritt oft nach starken emotionalen oder körperlichen Belastungen auf und betrifft häufiger Frauen als Männer, vor allem in der Postmenopause.

Ursachen
Die genauen Ursachen des Broken-Heart-Syndroms sind nicht vollständig geklärt, aber starke emotionale oder körperliche Belastungen gelten als Auslöser. Mögliche Ursachen können sein:

  • Psychischer Stress wie der Verlust eines geliebten Menschen, eine Trennung oder andere belastende Lebensereignisse.
  • Körperlicher Stress wie Unfälle, schwere Erkrankungen, Operationen oder intensive körperliche Anstrengung.
  • Hormone: Es wird vermutet, dass das Broken-Heart-Syndrom durch einen plötzlichen Anstieg der Stresshormone (insbesondere Adrenalin) ausgelöst wird, was den Herzmuskel belastet.

Symptome
Die Symptome ähneln oft denen eines Herzinfarkts: Brustschmerzen, Atemnot, Herzklopfen, Müdigkeit.

Diagnose
Zur Diagnose des Broken-Heart-Syndroms werden ähnliche Untersuchungen wie bei einem Herzinfarkt durchgeführt:

  • EKG (Elektrokardiogramm)
  • Bluttests zur Überprüfung von Herzmarkern
  • Herz-Ultraschall (Echokardiografie)
  • Koronarangiografie (Herzkatheteruntersuchung)

Dabei ist auffällig, dass keine Verengung der Herzkranzgefäße vorliegt, was beim Herzinfarkt meist der Fall wäre.

Behandlung

  • Akutbehandlung: In der akuten Phase können ähnliche Maßnahmen wie beim Herzinfarkt angewendet werden, um den Kreislauf zu stabilisieren. Medikamente wie Betablocker und ACE-Hemmer werden oft eingesetzt.
  • Stressbewältigung: Da das Broken-Heart-Syndrom durch Stress ausgelöst wird, können Entspannungsübungen, Psychotherapie und Stressbewältigungstechniken langfristig helfen.
  • Regelmäßige Nachsorge: Die meisten Patienten erholen sich innerhalb von Wochen oder Monaten, eine regelmäßige Nachkontrolle ist jedoch wichtig, da Rückfälle möglich sind.

In der Regel ist die Prognose gut, und der Herzmuskel erholt sich meistens vollständig.